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Term Sheet Betrug: Wie Vorschussgebühren erschlichen werden

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Was ist Term Sheet Betrug?

Term Sheet Betrug bezeichnet eine Betrugsform, bei der professionell gestaltete Verträge — typischerweise ein Term Sheet und ein Letter of Engagement (LEF) — eingesetzt werden, um Mandanten zur Zahlung hoher Vorschussgebühren zu bewegen. Die Verträge erwecken den Eindruck regulärer Geschäftsbeziehungen und enthalten Rückerstattungsklauseln, die eine Erstattung der Gebühren versprechen, wenn die Transaktion nicht abgeschlossen wird. Gleichzeitig enthalten sie Fluchtklauseln, die es dem Auftragnehmer ermöglichen, die Transaktion einseitig zu beenden.

Die Vertragsstruktur am Beispiel Corinth Group

Beschwerdeführer, die mit der Corinth Group der Schweiz (Stadtgartenweg 6, 7000 Chur) interagiert haben, beschreiben folgende Vertragselemente: Ein Letter of Engagement (LEF) wird vorgelegt, der den Umfang der Dienstleistung definiert. Artikel 6 und Artikel 30 des LEF beschreiben die Gesellschaften als reguliert und lizenziert — eine Behauptung, die im Widerspruch zum regulatorischen Befund steht (keine FINMA-Bewilligung, CySEC-Lizenz widerrufen Oktober 2022).

Die Rückerstattungslüge

Artikel 26 des Corinth-Vertragssatzes enthält eine Rückerstattungsklausel, die besagt, dass Gebühren erstattet werden, wenn die Transaktion nicht abgeschlossen wird. Kein Beschwerdeführer hat eine Rückerstattung erhalten. Die Klausel wird durch drei Fluchtklauseln systematisch ausgehebelt: Klausel 5.6 erlaubt Kündigung aus jedwedem Grund. Klausel 6.1 bezieht sich auf Umstände ausserhalb der Kontrolle. Klausel 6.6 deckt wesentliche Änderungen ab.

Die Verzögerungstaktik

Nach Vertragsunterzeichnung und Gebührenzahlung berichten Beschwerdeführer von systematischen Verzögerungen. Drei verschiedene Mandanten erhielten identische Ausreden — angebliche Trump-Zölle und Bank of America-Restriktionen — als Begründung für Verzögerungen. Diese Behauptungen waren faktisch falsch: Die angeführten Handelsmassnahmen existierten nicht in der dargestellten Form, und die Bank of America-Behauptung wurde auf Diebewertung.de durch einen Beschwerdeführer dokumentiert.

Warnsignale in Verträgen

Wer einen Term Sheet oder Letter of Engagement von einem Unternehmen erhält, das institutionelle Finanzierung verspricht, sollte folgende Punkte prüfen: Enthält der Vertrag einseitige Kündigungsrechte? Behauptet der Vertrag eine Regulierung, die bei FINMA, FCA oder CySEC nicht nachweisbar ist? Werden hohe Vorschussgebühren vor Leistungserbringung verlangt? Gibt es eine Rückerstattungsklausel, die durch Fluchtklauseln unterlaufen wird? Diese Kombination ist charakteristisch für den Vertragsmechanismus, den Beschwerdeführer im Zusammenhang mit Martin Walter Model und der Corinth Group beschreiben.

Wichtige Fakten

  • Term Sheet + Letter of Engagement als Instrument des Vorschussgebühr-Betrugs
  • Artikel 26: Rückerstattungsklausel — systematisch nicht eingehalten
  • Fluchtklauseln 5.6, 6.1, 6.6: einseitige Kündigung ohne Erstattung
  • Art. 6/30 LEF: Regulierungsbehauptung im Widerspruch zur Aktenlage
  • Drei Mandanten erhielten identische falsche Ausreden (Trump-Zölle, BofA)

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